| Home | Deutsch | Subscriptions | Call for Papers | Archive | Contact |
Eine
eigentümlich zwiespältige Haltung nimmt Thomas Mann in seinen Selbstäußerungen
zu der indischen Legende Die vertauschten
Köpfe ein. Es ist das erste Werk, das er nach dem Ausbruch des Krieges
beginnt, nachdem er im Oktober 1939 den Roman Lotte in Weimar abgeschlossen hat. Einem Brief an Agnes E. Meyer,
seine amerikanische Gönnerin, vom 5. Januar 1940 ist zu entnehmen, dass er
„jetzt etwas Indisches“ schreibe, „nicht sehr ernst, es wird höchstens ein
Kuriosum, und ich weiß noch garnicht, ob ich’s zu Ende mache.“[i]
Auch in weiteren Briefen, in denen er ihr vom Fortgang der Niederschrift
berichtet, distanziert sich Mann von seiner Erzählung, die er als
„Divertissement und Intermezzo“[ii]
und „Improvisation mit ein paar lustigen Momenten“[iii]
abtut. Will er Die vertauschten Köpfe
zunächst nur als Nebenprodukt verstanden wissen, ändert sich sein Urteil anscheinend
nach deren Erscheinen im Oktober 1940 gravierend. Er nennt sie fast ein
„Meisterwerk“[iv] und stellt
sie in eine Reihe mit seinen großen Werken: „Ich habe ‚Joseph in Ägypten‘,
‚Lotte in Weimar‘ und die ‚Vertauschten Köpfe‘ geschrieben, Werke der Freiheit
und Heiterkeit und, wenn Sie wollen, der Überlegenheit.“[v]
Wenngleich
Thomas Mann nicht gesonnen war, sein dichterisches Werk unmittelbar in den
Dienst des politischen Kampfes zu stellen, den er in Reden, Aufsätzen, Artikeln
und Briefen ausfocht, so haben Freiheit und Heiterkeit als humanistische
Prinzipien immer schon politische Dimension,
vor allem angesichts der faschistischen Barbarei, deren Europa anheim
gefallen war. Gerade seine Hinwendung zu mythisch-religionshistorischen
Stoffen wie schon in den Josephs-Romanen und nun auch in den Vertauschten Köpfen leitet sich
allerdings nicht nur von einem
allgemein-menschlichen, humanistischen Empfinden her, sondern wird
direkt von politischen Motiven getragen. In diesem Sinne strebt Thomas Mann
einen humanisierten Mythos an als Gegenposition und Kampfansage gegen den
Mythos des Faschismus, der vor allem in Alfred Rosenbergs „bösartige[m]
Lehrbuch“[vi],
dem Mythus des 20. Jahrhunderts,
proklamiert und „als Mittel obskurantischer Gegenrevolution missbraucht worden“[vii]
war.
Vermitteln
Thomas Manns erste Äußerungen zu den Vertauschten
Köpfen dagegen den Eindruck, es handle sich mit der Aufnahme des Stoffes
aus der indischen Mythologie um eine „goethisierende Flucht in den ‚reinen
Osten‘“[viii],
so stellt sich die Frage, ob eine solche Flucht überhaupt möglich war. Gerade
Indien war bereits von Anfang an im Diskurs der nationalsozialistischen
Rassenideologie besetzt worden. Kein Zufall, so meint Mann in dem Vortrag zu
seinem Roman Joseph und seine Brüder,
sei die Wahl des alttestamentarischen Stoffes gewesen:
Ganz gewiss stand sie in geheimem, trotzig-polemischen Zusammenhang mit Zeit-Tendenzen, die mir
von Grund aus zuwider waren, mit dem in Deutschland besonders unerlaubten
Rassenwahn, der einen Hauptbestandteil des faschistischen Pöbel-Mythos
bildet.[ix]
Ob die
Stoffwahl in den Vertauschten Köpfen
ebenso kein Zufall war, und welche Bezüge sich zwischen der Erzählung und den
genannten unliebsamen Zeit-Tendenzen herstellen lassen, soll im Folgenden untersucht
werden. Ausgehend von der Indien-Rezeption der Romantik soll dabei die
Herausbildung des „arischen Mythos“[x]
ideologiegeschichtlich rekonstruiert und dessen Instrumentalisierung in der
nationalsozialistischen Rassenideologie Alfred Rosenbergs als Bezugsquelle
für die Vertauschten Köpfe
herangezogen werden. Am Text der Vertauschten
Köpfe selbst wird zu zeigen sein, durch welche Strategien er eine solche
ideologische Vereinnahmung Indiens durchkreuzt.
Die konkrete
Bezugnahme auf das Indienbild der NS-Ideologie wurde in der Forschung
anscheinend bislang kaum berücksichtigt. Das Gewicht der Untersuchungen lag
darauf, die Verfahren der Psychologisierung[xi],
Ironisierung[xii] und des
humoristischen Erzählens als Parodie[xiii]
und Travestie[xiv], mit denen
Mann sich des indischen Stoffes annimmt, darzulegen. Die zeitgeschichtliche
Relevanz des Textes wurde eher allgemein in der Humanisierung des Mythos
gesehen, die durch diese Verfahren angestrebt wird.
Mit der
Frage nach dem Ursprung: „Woher komme ich?“, beschäftigt sich der Mensch seit
jeher, und zunächst sind Religion und Mythos der Versuch, eine Antwort auf
diese Frage zu geben und die Geschichte von Anfang an zu erzählen. In dem Maße,
in dem die Aufklärung den Wahrheitsanspruch der biblischen Erzählung obsolet
werden ließ, sofern sie nicht empirisch oder aus Vernunftgründen bestätigt
werden konnte, trat an deren Stelle nun die geschichtsphilosophische
Theoriebildung, die die fortschreitende Entwicklung des Menschen in der Geschichte proklamierte, und die philosophische
Anthropologie.[xv]
Es war vor
allem Johann Gottfried Herder, der in Deutschland den Anstoß gab, die Wiege der
Menschheit in Indien zu sehen. In seinen Ideen
zur Geschichte der Menschheit wendet er sich gleichzeitig vehement gegen
die jüdische Genealogie bzw. die Stammlinie Noahs:
Die vielfache
Mühe, die man sich gegeben hat, sämtliche Nationen der Erde nach diesem Stammbaum
zu Abkömmlingen der Ebräer und zu Halbbrüdern der Juden zu machen, widerspricht
nicht nur der Zeitrechnung und der gesamten Völkergeschichte, sondern dem
Standpunkt dieser Erzählung selbst [...] Allenthalben am Urgebürge der Welt
bilden sich nach der Überschwemmung Völker, Sprachen und Reiche, ohne auf die
Gesandtschaft einer Familie aus Chaldäa zu
warten [...] Gnug! der feste Mittelpunkt des größten Weltteils, das
Urgebürge Asiens, hat dem Menschengeschlecht den ersten Wohnplatz bereitet
[...][xvi]
Hier
zeichnet sich bei Herder bereits ein Gedanke ab, der später die rassische Unterscheidung
zwischen ‚Ariern‘ und ‚Juden‘ möglich machte. Allerdings ist noch ohne
Unterschied von dem gesamten Menschengeschlecht die Rede, das seinen Ursprung
im asiatischen Urgebirge haben soll.
Was aber an den
Herderschen Gedanken die Phantasie der Romantiker besonders beflügelte und
deren Hinwendung zu Indien beförderte, war die Vorstellung eines kindlichen
Urzustandes, in welchem die Sprache noch Poesie, das heißt unmittelbarer
Ausdruck der Empfindung gewesen sein sollte. So schreibt Herder:
Die Kosmogonie
sowohl als die Metempsychose der Morgenländer sind poetische Vorstellungsarten
dessen was ist und wird, wie solches sich ein eingeschränkter menschlicher
Verstand und ein mitfühlendes Herz denket,[xvii]
und fragt
weiter:
[...] sind nicht
die meisten dieser Nationen in ihrem sanften Seelenschlaf lebenslang Kinder?[xviii]
Dieses Bild
des kindlichen, ursprünglichen Orients hofften die Romantiker in der Beschäftigung
mit dem Sanskrit und den Quellen der indischen Mythologie zu finden. Darin lag
zugleich ein Moment der Kulturkritik an der
von Rationalismus und Utilitarismus geprägten westlichen Kultur, in der
sich der Mensch gleichsam in einem Zustand der Entfremdung, wie man mit einem
Schlagwort der Moderne sagen könnte, befindet und, wie Friedrich Schlegel
klagt, „fast selbst zur Maschine geworden“[xix]
sei. Von der östlichen Mystik und dem indischen Spiritualismus versprach man
sich dagegen eine Erneuerung. Schließlich meinte man, in der indischen Mythologie
jene Einheit von Philosophie, Poesie und Religion entdecken zu können, die man
für die Gegenwart anstrebte.[xx]
Tatsächlich
führte die anfängliche poetische Projektion dann bei Friedrich Schlegel, noch
mehr aber bei seinem Bruder August Wilhelm zur kritischen Erforschung der indischen
Sprache, Literatur und Philosophie, so dass der Grundstein für die Indologie
als geisteswissenschaftlichem Fachgebiet gelegt wurde, und sich der Ansatz für
die vergleichende Linguistik herausbildete. Hatte Friedrich Schlegel am 15.
September 1803 kurz nach Aufnahme seiner Sanskritstudien emphatisch an Ludwig
Tieck geschrieben: „Hier ist eigentlich die Quelle aller Sprachen, aller
Gedanken, und Gedichte des menschlichen Geistes; alles, alles stammt aus Indien ohne Ausnahme“[xxi],
so stellte sich jedoch heraus, dass diese Wunschvorstellungen der kritischen
Forschung nicht standhalten konnten. Weder konnten in der indischen Kultur die
erhofften Spuren einer monotheistischen Urreligion ausfindig gemacht, noch
konnte die These vom Sanskrit als der Ursprache aufrecht erhalten werden.[xxii]
So unhaltbar
sich die romantischen Vorstellungen von Indien erwiesen, war die Hypothesenbildung
doch so weit fortgeschritten, dass sie eine gewisse Eigendynamik entwickeln
konnte. Zum einen wurde erstmals die geschichtsphilosophische Synthese Europas
und Asiens postuliert: „Wir sollen“, so Friedrich Schlegel, „die Eisenkraft des
Nordens und die Lichtglut des Orients in mächtigen Strömen überall um uns her
verbreiten.“[xxiii] Zum
anderen klang auch der Gedanke der asiatisch-europäischen Verwandtschaft an. In
diesem Sinne sagt Friedrich Schlegel in seinem Werk Über die Sprache und Weisheit der Indier (1808):
In der
Völkergeschichte sind die Bewohner Asiens und die Europäer wie Glieder einer
Familie zu betrachten, deren Geschichte durchaus nicht getrennt werden darf,
wenn man das Ganze verstehen will.[xxiv]
Hier äußert
er außerdem die Vermutung, dass vom Norden Indiens ausgehend ein Volk von
Eroberern, Kriegern und Priestern nach Westen ausgeschwärmt sei. Die
„Riesengröße und Festigkeit der Bauart in ägyptischen und indischen Denkmälern,
im Gegensatz der gebrechlichen Kleinheit moderner Gebäude“ nimmt er zum Anlass,
den Gedanken,
dass die größten Nationen von einem Stamme ausgegangen; dass sie Kolonien eines
Volkes, wo nicht unmittelbar, so doch mittelbar indische Kolonien seien, nicht
zu ungeheuer zu finden.[xxv]
Wenngleich
Schlegel dies keinesfalls intendierte, scheint von diesen Vermutungen der
Gedanke an eine kulturprägende Herrenrasse, die die NS-Ideologie in der
arischen Rasse sah, nicht mehr fern zu liegen. Noch fehlten die Begriffe, eine
solche Rasse zu benennen und von anderen Rassen, vor allem den Juden
abzugrenzen. Entscheidend war die Verbindung, die diese phantastischen
Spekulationen mit den wissenschaftlichen Ergebnissen der vergleichenden
Linguistik einging.[xxvi]
Das Problem des
Ursprungs der Menschheit war von Anfang an mit dem Problem des Ursprungs der
Sprache verbunden. 1788 stellte der englische Dichter und Jurist William Jones,
der 1783 zum obersten Richter Bengalens bestellt worden war, Gemeinsamkeiten
des Griechischen, Lateinischen, Gotischen und Keltischen mit dem Sanskrit fest
und schloss auf einen gemeinsamen Ursprung. Obwohl der wissenschaftliche
Nachweis für die strukturelle Verwandtschaft dieser Sprachen erst 1816 von
Franz Bopp erbracht wurde, wirkte Jones’ Entdeckung stimulierend auf die
Gebildeten zu Beginn des 19. Jahrhunderts wie etwa auf Friedrich Schlegel.[xxvii]
Der Begriff „Indogermanen“ für die Sprecher dieser verwandten Sprachen lässt
sich zurückverfolgen bis zu Julius Klaproths Asia polyglotta (1823).[xxviii]
Die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Sprachfamilien erwies sich
folgenschwer, als somit die Einteilung in unterschiedliche Abstammungslinien
und damit Rassen vermeintlich gegeben war. Tatsächlich beruht eine solche
Einteilung auf einer Verwechslung zwischen der Natur des Menschen („Rassen“)
und seiner Kultur („Sprachen“).[xxix]
Dennoch erhielt so der Antisemitismus, nachdem das theologische Argument von
den „Gottesmördern“ im Zeitalter der Wissenschaft
nicht mehr am Platz war, ein wissenschaftliches Begriffsarsenal für die
pseudowissenschaftliche Theorie einer „minderwertigen“ semitischen Rasse.[xxx]
Der Begriff „Arier“ wurde zunächst in Deutschland als Bezeichnung für die Meder und die Perser verwendet. Im
erweiterten Sinn wurde er 1819 von Friedrich Schlegel eingeführt, der indische
Wurzel „Ari“ etymologisch mit dem deutschen Wort „Ehre“ in Verbindung brachte:
Nach unserer
Sprachanalogie und der jetzigen Form dieser Wurzel würde jener Volksname also
ungefähr ebensoviel bedeuten, als die Ehren,
d. h. die Ehrenhaften, die Edlen [...] In der frühern und gothischen Form
lautete jene Wurzel im Deutschen ebenfalls ari
oder ario; und denjenigen, welche es
aufmerksam beachtet haben, wie weit diese Wurzel Ari oder Ario in der alten
germanischen Geschichte und Sage, unter so vielen Helden und Geschlechts-Namen
und auch sonst, verbreitet und vorherrschend ist, wird es nicht befremdend
seyn, wenn ich hinzufüge, daß es für mich schon seit längerer Zeit zur
historischen Vermutung geworden ist, für
die ich vielfältige Bestätigung gefunden
habe, unsre germanischen Vorfahren, während sie noch in Asien waren,
dort vorzüglich unter dem Namen Arier, oder um es mit dem oben erwähnten
Griechen angemeßner auszudrücken, unter ‚ganzen großen arischen Völkerfamilie‘
zu suchen; wodurch denn die alte Sage und Meinung von der Verwandtschaft der
Deutschen, oder germanischen und gothischen Völker mit den Persern auf einmal
ein ganz neues Licht erhalten und einen bestimmten historischen
Anknüpfungspunkt gewinnen würde.[xxxi]
Es wäre
nicht richtig, Friedrich Schlegel als germanomanen Extremisten oder Antisemiten
abzustempeln. Gerade das Gegenteil trifft
zu, war er doch mit der Tochter Moses Mendelsohns verheiratet, und
setzte er sich zudem auch aktiv für die Emanzipation der Juden ein.[xxxii]
Der Begriff „Arier“ diente ihm lediglich dazu, die Hypothese des indischen
Ursprungs zu bekräftigen. Aber von einer solchen Abkunft wollten zu Beginn des
19. Jahrhunderts so deutschtümelnde Patrioten wie Ernst Moritz Arndt oder Friedrich
Ludwig Jahn gar nichts wissen, denn es sollte doch abgemachte Sache sein, dass
die Germanen nur von sich selbst abstammten.[xxxiii]
Zur weiteren Verbreitung des Begriffs „arisch“ führte erst die Rassentheorie
von Joseph Arthur de Gobineau in dessen Essai
sur l’inégalité des races humaines (1853-55), worin er den Vorrang der
arischen Rasse herausstellt. Die Lehre Gobineaus wurde schließlich auch von den
Nationalsozialisten aufgenommen.
Als Adolf
Hitler ‚den Arier‘ zum „Prometheus der Menschheit, aus dessen lichter Stirn der
göttliche Funke des Genies zu allen Zeiten hervorsprang“,[xxxiv]
erklärte und ihn damit zum „Kulturbegründer“ machte, von dem er ‚den Juden‘ als
„Kulturzerstörer“ unterschied, vertrat er eine Ansicht, die ähnlich „schon zwei
oder drei Generationen zuvor von zahlreichen Köpfen inner- und außerhalb
Deutschlands akzeptiert worden“[xxxv]
war.
Sicherlich
hatte der Begriff ‚Arier‘ inzwischen eine Begriffsverengung erfahren, um für
die nationalistische Agitation brauchbar zu werden. Als Synonym für
‚Indogermanen‘ hätte er sich kaum zur Rechtfertigung eines Eroberungskrieges
gegen andere europäische bzw. ‚arische‘ Völker heranziehen lassen. Eine sonderbare
Begriffsvertauschung hatte stattgefunden: Da Nicht-Indogermanen im Deutschen
Reich nur die Juden waren, konnte der Begriff ‚nichtarisch‘ identisch mit dem
Begriff ‚jüdisch‘ werden. Aber der Gegensatz zu ‚jüdisch‘ war wiederum
‚deutsch‘, weshalb schließlich ‚arisch‘ und ‚deutsch‘ zu Synonymen wurden.[xxxvi]
Wie musste sich nun aber das Bild Indiens verändern, das als ersehnter Ursprung
Europas doch zumindest der Ausgangspunkt des arischen Mythos geworden war?
Alfred
Rosenberg, der in seinem 1930 erschienenen Buch Der Mythus des 20. Jahrhunderts den ideologischen Überbau für das
NS-Regime errichtet, geht darin auch mehrmals auf Indien ein. Synkretistisch
versucht er, die Weltgeschichte als Geschichte des Rassenkampfs zu erzählen,
wobei das Rassenbewusstsein für ihn quasi eschatologische Dimension annimmt:
Rassengeschichte
ist deshalb Naturgeschichte und Seelenmystik zugleich; die Geschichte der
Religion des Blutes aber ist, umgekehrt, die große Welterzählung vom Aufstieg
und Untergang der Völker, ihrer Helden und
Denker, ihrer Erfinder und Künstler.[xxxvii]
Die
Geschichte vom Auf- und Niedergang Indiens hat in Rosenbergs „Mythus“
exemplarischen Charakter. Das Bild von der indisch-arischen Kolonisation
Europas, wie es Friedrich Schlegel entwarf, wird dabei umgedreht: Die Arier
seien nicht von Indien aus nach Westen gezogen, sondern umgekehrt, vom Norden
her kommend, seien sie in Indien eingewandert. Die Ausbildung des Kastenwesens
sei die Folge der „naturweisen Abwehr“ gegen die dunkelhäutige Urbevölkerung
gewesen:
Varna heißt
Kaste, Varna heißt aber auch Farbe. Die hellen Arias knüpften also bewußt am
faßbaren Erscheinungsbilde an und schufen
eine Kluft zwischen sich als den Eroberern und den schwarzbraunen
Gestalten des Hindostan.[xxxviii]
Die Trennung
der Rassen im Kastenwesen, sieht er als Voraussetzung für den geistigen
Aufschwung Indiens an. So fährt er fort:
Nach dieser
Scheidung zwischen Blut und Blut gestalteten die Arier sich ein Bild der Welt,
das an tiefe und Weiträumigkeit auch heute
von keiner Philosophie überboten werden kann, wenn auch nach langdauernden
Auseinandersetzungen mit den immer wieder eindringenden Vorstellungen der
niederrassigen Eingeborenen.[xxxix]
Der
Höhepunkt der indischen Philosophie sei in der Atmanlehre, der Lehre vom
seelischen Eigenwert des Selbsts, erreicht, die von der arischen Kriegerkaste
ihren Ausgang genommen habe. Dagegen sei der Verfall des Rassenbewusstseins mit
dem geistigen Verfall Indiens im Monismus der All-Einheit Brahmas
einhergegangen.
Bei Rosenberg
zeichnet sich eine perfide Dialektik ab: die Polarität von Ich und All bzw.
Freiheit und Natur findet ihre Synthese im Rassenbewusstsein. In seiner
ideologischen Konstruktion ist die Rasse beides: „Religion des Blutes“ und
Naturgesetz. Wenn aber alles eins ist, kann die Unterscheidung zwischen den
Rassen nicht mehr mit Absolutheitsanspruch geltend gemacht werden. Für das ideologische
Wertesystem, das Rosenberg entwirft, ist aber die Aufrechterhaltung von
Gegensätzen konstitutiv. Die Unterscheidung des Eigenen und des Fremden, von
Ich und Du, von Wert und Unwert, Gut und Böse mündet in eine Art Rassenmanichäismus.
Nur im
aristokratischen Bewusstsein, „[a]ls geborener Herr“[xl]
habe der arische Inder seine Eigenseele zur Weltseele ausdehnen fühlen können
und dürfen. Durch den Verlust dieses Bewusstseins, als auch den
„niederrassigen“ Schudras seelischer Eigenwert zugebilligt worden sei, habe
das arische Indien sich an der „Religion des Blutes“ versündigt und seine
geschichtsbildende Kraft eingebüßt. Voll Verachtung blickt Rosenberg auf das
zeitgenössische Indien und „den müden Gandhi mit seinem Pazifismus“[xli].
Mit seinen „armselige[n] Bastarde[n]“, die „in den Wassern des Ganges eine
Heilung für ihr verkrüppeltes Dasein erflehen“,[xlii]
stellt er Indien als abschreckendes Beispiel dar, an dem er die Folgen von
„Rassenschande“ aufzeigen will. Es wird deutlich, dass damit implizit die
Forderung nach „Reinhaltung“ der europäischen arischen Rasse sanktioniert
werden soll, die schließlich zum Massenmord an den Juden führen sollte.
„Blutig und
sinnverwirrend“,[xliii] so
bezeichnet der Erzähler anfangs die Geschichte der schönhüftigen Sita und ihrer
beiden Gatten und appelliert an die Standhaftigkeit und das geistige Vermögen
des Zuhörers, „den grausamen Gaukeleien der Maya des Geistes Spitze zu bieten.“[xliv]
An ihm, dem Erzähler, könne er sich ein Beispiel nehmen: „denn fast mehr Mut
noch gehört dazu, eine solche Geschichte zu erzählen, als sie zu vernehmen.“[xlv]
Es wäre zu klären, inwieweit das Erzählen und Vernehmen der Geschichte eine
ethische Dimension hat, die solche Tugenden erfordert. Ob nun das geistige Vermögen des Zuhörers darauf abzielen soll, die
(Sinn-)Verwirrungen der Geschichte aufzulösen, oder sie als unauflöslich
zu erkennen und anzuerkennen: Dies ist letztlich auch die Frage nach der
Möglichkeit einer Textauslegung und - wenn man mit Louis Montrose das reziproke
Verhältnis von der Geschichtlichkeit von Texten und der Textualität von Geschichte annimmt[xlvi]
- auch einer Geschichtsauslegung, die Sinn macht.
Mit dem Motiv
der vertauschten Köpfe greift Thomas Mann auf zwei Texte zurück: Goethes Paria-Trilogie sowie die Abhandlung Die indische Weltmutter des Indologen
Heinrich Zimmer.[xlvii] Auf den
ersten Blick scheint es, als habe er sich nur an die Zimmersche Vorlage
gehalten. Das gesamte Handlungsgerüst bis zur Vertauschung der Köpfe findet
sich bei Zimmer vorgezeichnet:[xlviii]
Zwei Freunde
sehen an einem Badeplatz der Kâlî ein schönes Mädchen. Der eine der beiden
verliebt sich in sie, der andere tritt als Brautwerber auf und erwirkt die Ehe
seines Freundes. Kurz nach der Hochzeit reisen alle drei zu den Eltern der
jungen Frau. Als sie unterwegs an einen Tempel der Kâlî kommen, tritt zunächst
der Gatte hinein, um die Göttin zu ehren. Im Anblick des Bilds der Göttin wird
er so ergriffen, daß er sich selbst ihr zum Opfer bringt, indem er sich
enthauptet. Sein Freund, der ihn findet, wird von Verzweiflung übermannt, so
dass auch er sich enthauptet. Die junge Frau sieht die beiden Leiber und die
abgetrennten Köpfe und will sich erhängen, aber die Stimme der Göttin hält sie
davon ab und gebietet ihr, die beiden wieder ins Leben zu rufen, indem sie die
Köpfe wieder auf die Rümpfe setzt. In der Hast vertauscht sie jedoch die Köpfe.
Die Frage,
zu wem die Frau nun gehöre, wird bei Zimmer fast mit den gleichen Worten
beantwortet, mit denen der Asket Kamadamana in den Vertauschten Köpfen sein Urteil ausspricht: „wer das Haupt des
Gatten trägt, ist ihr Gemahl, denn wie das Weib die höchste der Wonnen, ist das
Haupt das höchste der Glieder.“[xlix]
Auch die psychologische Motivation der Selbstenthauptung des Gatten sowie der
anschließenden Vertauschung der Köpfe durch die Frau ist in der Vorlage
Heinrich Zimmers bereits angedeutet:
So besaß sie als
Gattin den Leib des Freundes unterm sichtbaren Zeichen des Gatten, - leitete
ein geheimer Wunsch die junge Frau bei der Vertauschung der Köpfe? War die
junge Ehe nicht glücklich, und der Gatte deswegen so todesbereit und
heilverlangend?[l]
Ist bei
Zimmer ohne nähere Bestimmung von zwei Freunden die Rede, erfährt in Manns
Erzählung gerade die Darstellung der Freunde und ihres Verhältnisses zueinander
eine besondere Ausgestaltung. Schridaman und Nanda scheinen in ihrer Gegensätzlichkeit
gleichsam zu Verkörperungen von Geist und Körper bzw. geistiger und
körperlicher Schönheit stilisiert. Damit wird jenes Thema von der Spannung
zwischen Geist und Körper wieder angesprochen, das für den gesamten Werkkomplex
Thomas Manns charakteristisch ist.[li]
Zugleich wird mit diesem Gegensatz ein Motiv aufgenommen, das schon in Goethes Paria-Legende enthalten ist. Dort sind
in dem Mischwesen aus dem Kopf der Brahmane und dem Körper der Pariafrau
geistige Weltabgewandtheit und körperliche Sinnlichkeit vereinigt:
Und so soll ich
die Brahmane,
Mit dem Haupt im
Himmel weilend,
Fühlen, Paria,
dieser Erde
Niederziehende
Gewalt.[lii]
So klar ist
aber dieser Gegensatz in den Freunden Schridaman und Nanda nicht verwirklicht.
Zwar dient bei Schridaman, dem vedakundigen Brahmanenabkömmling, der
schmerbäuchige und schmalbrüstige Körper nur dem wissenden Haupt als
Anhängsel, während umgekehrt bei dem einfältigen Naturburschen Nanda „sozusagen
der Körper die Hauptsache“[liii]
ist, jedoch ist weder Nandas körperliche Überlegenheit vollkommen, noch erweist
sich Schridamans wissendes Haupt ganz frei
von Anzeichen der Dummheit. So zeigt sich einerseits Nandas Makel darin,
dass er „etwas ziegennasig war und gewissermaßen auch wulstlippig“.[liv]
Andererseits kann Schridaman den Vorwurf Nandas, sich von der idyllischen
Umgebung verblenden zu lassen, nicht ganz zu dessen Zufriedenheit zurückweisen,
was wohl zuletzt daran liegt, dass er die kulturelle Konstruktion der Idylle
nicht durchschaut. Stattdessen versucht er sein Empfinden dadurch zu
rechtfertigen, indem er es als Poesie deklariert. Nicht ganz zu unrecht
entgegnet daraufhin Nanda:
Demnach, und wenn
man dich so hört, wär’ also die Poesie die Dummheit, die nach der Gescheitheit
kommt, und ist einer dumm, so wäre zu fragen, ob er noch dumm ist oder schon
wieder. [...] Da denkt man, es kommt darauf an, gescheit zu werden, aber eh’
man’s noch ist, erfährt man, daß es darauf ankommt, wieder dumm zu werden.[lv]
Es liegt
näher, die Unterscheidung der Freunde an dem Gegensatz von Kultur und Natur
festzumachen. Tatsächlich sehnt sich ja Schridaman, der in der Tradition der
Vedaüberlieferung und im Bewusstsein seiner brahmanischen Herkunft befangen ist,
nach Nandas natürlicher Ursprünglichkeit. Nanda seinerseits bewundert
Schridamans „hellere Farbe, sein edles Haupt und seine richtige Rede, welche
bekanntlich mit Weisheit und Wesenserkenntnis Hand in Hand geht und von
Anbeginn an damit verschmolzen ist“.[lvi]
Die ironische Wendung „welche bekanntlich“ dekuvriert die Verwechslung von
grammatisch richtiger Rede und wahrer Rede als fragwürdigen Gemeinplatz. Die
Freundschaft der beiden gründet sich auf ein Begehren, das „der
Unterschiedlichkeit ihrer Ich- und Mein-Gefühle, von denen die des einen nach
denen des anderen trachteten“,[lvii]
entwächst: ein „Verlangen nach Austausch und Vereinigung“[lviii],
das durchaus homoerotische Züge trägt.
Zieht man nun
den ersten Satz, mit dem die Geschichte beginnt, zur Interpretation heran, so
ergibt sich eine doppelte Perspektive:
Zu der Zeit, als
Erinnerung in den Seelen der Menschen emporstieg, wie wenn ein Opfergefäß sich
vom Fuße her langsam mit Rauschtrank füllte oder mit Blut; als der Schoß
strenger Herrenfrömmigkeit sich dem Samen des Ur-Vorherigen öffnete, Heimweh
nach der Mutter alte Sinnbilder mit verjüngten Schauern umgab und die
Pilgerzüge anschwellen ließ, die im Frühjahr zu den Wohnhäusern der großen Weltamme drängten: zu dieser Zeit hielten zwei
Jünglinge, wenig verschieden an Jahren und Kastenzugehörigkeit, aber
sehr ungleich nach ihrer Verkörperung, enge Freundschaft.[lix]
Der
Augenblick oder Zeitraum, in dem die Menschen sich zu erinnern beginnen,
markiert vermeintlich den Beginn der Menschheitsgeschichte. Scheinbar wird
damit die romantische Auffassung vom indischen Ursprung aufgegriffen. Darin
liegt allerdings ein Paradox, denn der Moment, in dem sich der Mensch erinnert,
kann ja gar nicht mit dem Ursprung zusammenfallen. Von diesem ist er immer
schon durch seine Vergangenheit, die er in der Erinnerung als Geschichte
vergegenwärtigt, getrennt. Als geschichtliches Wesen kann der Mensch nicht
ursprünglich sein.
Die Frage nach
dem Ursprung entzieht sich letztlich der begrifflich-diskursiven Sphäre. Der
Vergleich der Seelen, in denen die Erinnerung emporsteigt, mit einem
Opfergefäß, das sich mit Rauschtrank oder Blut füllt, ebenso „der Schoß
strenger Herrenfrömmigkeit“ deuten an, dass sie der religiösen und
mythologischen Sphäre angehört. Vor allem die Verbindung von Erinnerung und
Blut kann als Anspielung auf die Geschichtsauffassung Rosenbergs als „Religion
des Blutes“[lx] gelesen
werden. Damit wird die zeitliche Einordnung
der Geschichte von den vertauschten Köpfen ambivalent. Einerseits spielt
sich die Geschichte in einer fernen Vergangenheit ab, in der sich das
Geschichtsbewusstsein in einer religiösen Sphäre entwickelt, andererseits ist
es die Gegenwart der Aufzeichnung durch Thomas Mann, in der die
nationalsozialistische Ideologie ein obskur-religiöses Geschichtsbewusstsein
predigt.
Regelrecht
sinnverwirrend erscheint die Vorstellung vom „Schoß strenger
Herrenfrömmigkeit“, der sich „dem Samen des Ur-Vorherigen öffnet“. Der Schoß
ist durch das Genitivattribut „Herrenfrömmigkeit“ als männlicher Schoß
bezeichnet. Man könnte meinen, der Geschlechtsakt zweier Männer werde
beschrieben, und dies als Vorwegnahme des homoerotischen Verhältnisses zwischen
Schridaman und Nanda verstehen, von denen es am Ende des Satzes heißt, sie
hielten „enge Freundschaft“. Im metaphorischen Sinn wäre auch an die männlich
dominierte Geschichtstradierung zu denken, der das Heimweh nach dem
mütterlichen Ursprung gegenübersteht.
Weniger
sinnverwirrend wird der Satz, wenn man die beiden Genitivattribute vertauscht
und somit die rhetorische Figur des Chiasmus auflöst. Dann heißt es: „als der
Schoß des Ur-Vorherigen sich dem Samen strenger Herrenfrömmigkeit öffnete“.
Nach dieser Lesart kann der Satz als Vorausdeutung von Schridamans Eintritt in
den Tempel der Kâlî, die als Muttergöttin das Ur-Vorherige verkörpert, und
seine anschließende Selbstenthauptung verstanden werden: „Da tat sich ihm durch
eine tiefe Tür, in der Stufen hinabführten abermals, der Mutterleib auf, der
Schoß des Hauses.“[lxi]
Bevor er zum Schwert greift, sagt er noch:
Aber laß mich wieder
eingehen durch die Pforte des Mutterleibes in dich zurück, daß ich dieses Ichs
ledig werde und nicht mehr Schridaman bin, dem alle Lust verwirrt ist, weil
nicht er es ist, der sie spendet[lxii]
Der durch
Auflösung des einen Chiasmus gewonnene Satz weist selbst wieder eine
chiastische Struktur auf: Während „Samen“ und „Schoß“, aufeinander bezogen, den
profanen Bereich des Sexuellen bezeichnen, gehören „Herrenfrömmigkeit“ und das
„Ur-Vorherige“ dem religiösen Bereich an. Gerade diese beiden Bereiche des Profanen
und Sakralen sind es, die sich in der gesamten Erzählung überkreuzen. So ist
die Selbstenthautpung Schridamans keineswegs nur auf die religiöse Sehnsucht
nach dem Ursprung zurückzuführen, sie wird vor allem auf sehr profane Weise
dadurch motiviert, dass sich Sita nach den Umarmungen Nandas sehnt. Es ist
bezeichnend, dass schließlich der Samadhi („Sammlung“) genannte Abkömmling
dieser Dreierbeziehung dem König von Benares „aus heiligen und profanen
Schriften“[lxiii]
vorliest. Die Figur des Chiasmus selbst findet nicht zuletzt ihre Entsprechung
in der Vertauschung der Köpfe: Es ist zu fragen, ob sie nicht sogar für die
(Sinn-)Verwirrung der gesamten Erzählung symptomatisch ist.
Überkreuzte
Standpunkte vertreten Schridaman und Nanda in dem Gespräch über den neu-alten
Kult des Bergdiensts in ihrem Heimatdorf.[lxiv]
In Heinrich Zimmers Buch Maya, das
Thomas Mann neben der Indischen
Weltmutter als Vorlage diente, ist es Krischna, der die Feier des arischen
Kriegshelden Indra absetzt und stattdessen den Bergkult einsetzt.[lxv]
Bei Zimmer heißt es:
[...]
augenscheinlich bezweckt dieser Mythos vom Berg Govardhana die Heiligsprechung
eines alten, vorarisch-lokalen Hirtenbrauchs gegenüber der Feier des arischen Kriegshelden Indra, die von der
brahmanischen Überlieferung gefordert
war. In Krischna erhebt sich unbrahmanisch-vorarisches Volkstum mit
alten Überlieferungen; er ist ja auch an Haut und Haar der ‚Dunkle‘, wie sein Name Krischna sagt, die
‚schwarzen Leute‘ und die ‚dunkle Haut‘ sind geläufige Namen, mit denen
die Veden der hellfarbigen Arier die eingesessene Bevölkerung bezeichnen, zu
deren Herren sich die kriegerischen Einwanderer machten.[lxvi]
Gerade
umgekehrt ist es in den Vertauschten
Köpfen. Ja, es scheint geradezu, als argumentierten hier Schridaman und
Nanda tatsächlich bereits mit vertauschten Köpfen. Während der volkstümliche
Nanda, der, „dunkel nach Haut und Haaren“,[lxvii]
sogar die Locke ‚Glückskalb‘ Krischnas[lxviii]
auf der Brust trägt, für den Indrakult eintritt, votiert der hellhäutigere
Brahmanenenkel Schridaman für den vorarischen Brauch. Thomas Mann ist
offensichtlich bemüht, einer rassischen Typologisierung
der beiden Freunde entgegenzuwirken. Bezeichnenderweise kommen die
Wörter „arisch“ und „Arier“ kein einziges Mal in der Erzählung vor. Auch was
die Kastenzugehörigkeit der Freunde anbelangt, vermeidet er eine allzu große
Unterscheidung, die sich aus ihren verschiedenen Hautfarben und ihrer Herkunft
ergeben könnte:
Schridamans
Erzeuger betreffend Bhavabhûti mit Namen, so leitete er seine Geburt in der
männlichen Linie aus einem vedakundigen Brahmanengeschlechte her, was Garga und
sein Sohn Nanda weit entfernt waren zu tun. Dennoch waren auch sie keine
Shûdra, sondern gehörten, obgleich etwas zeigennasig, durchaus der
menschlichen Gesellschaft an.[lxix]
Nach
Kamakshi Murti zeigt sich in der Verwendung des Ausdrucks „weit entfernt waren
zu tun“ eine kritische Differenzierung als parodistisches Merkmal.[lxx]
Zum einen könnte er bedeuten, dass Garga und sein Sohn wesentlich tiefer auf
der Kastenleiter sind als Schridamann. Zum anderen könnte er auch meinen, dass
Nanda und sein Vater einfach kein Interesse haben, sich von einem Brahmanengeschlecht
herzuleiten.
Monika Carbe
hat die Funktion des Gesprächs über den Bergdienst für die Erzählung erläutert.
Diese bestehe darin, die Freunde „in ihrer Polarität, in ihren
entgegengesetzten Wesensmerkmalen indirekt zu charakterisieren.“[lxxi]
Die Standpunkte, die Schridaman und Nanda jeweils einnehmen sind psychologisch
motiviert. Nanda, der naiv und unreflektiert die Ursprünglichkeit des Volkes vertritt,
braucht gerade deshalb die Neuerung nicht, die eine Neubelebung des
Ursprünglichen sein soll. Ihm fehlt auch der Sinn für die Geschichte, wenn er
sagt, er „halte nichts vom Heraufholen dessen, wovon man doch nichts Rechtes
mehr weiß.“[lxxii]
Schridaman dagegen als reflektierender
Charakter hat erkannt, dass das traditionelle Indra-Zeremoniell zur
bloßen Form verkommen ist, und sehnt sich daher nach dem Einfachen, dem
Volksgemäßen und Ursprünglichen.
Thomas Mann
verfolgt hier in Bezugnahme auf den arischen Mythos zweierlei: Die romantische
Sehnsucht nach dem Ursprung, die nach Indien führte, wird gebrochen in der
Figur des Schridaman. Damit wird das Problem des Ursprungs selbst nach Indien
verlegt. Die rassische Grundlage des indischen Kulturkampfs, wie sie in Zimmers
Maya dargestellt und von Alfred
Rosenberg instrumentalisiert wird, wird durch psychologische Motive ersetzt.
Der äußerst
kurzsichtige Samadhi oder Andhaka („Blindling“), wie er aufgrund seiner
(Fast-)Blindheit genannt wird, ist der Überlebende der Geschichte von den
vertauschten Köpfen. Er ist es, der dem König aus heiligen und profanen
Schriften vorliest, und man kann annehmen, dass es sich dabei um indische
Schriften handelt. Dies bezeichnet auch die Perspektive des Erzählers und mit
ihm Thomas Manns: Er liest aus den Schriften der indischen Mythologie die
sinnverwirrende Geschichte von den vertauschten Köpfen vor, eine Geschichte, in
der sich das Heilige und Profane überkreuzen. Seine Kurzsichtigkeit ist die
Verstricktheit in die Schleier der Maya, das ursprünglich Heilige und das
Profane nicht auseinander halten zu können. Immer wieder verheddert er sich in
Chiasmen. „Diesen Schleier der Maya gegenüber die Spitze zu bieten“, bedarf es
der „höchsten Anforderungen an die Seelenkräfte des Lauschenden“.[lxxiii]
Es ist nicht nur ein ironischer und parodistischer Zug Manns, wenn der
Erzähler sagt, an seinem Mut könne man sich ein Beispiel nehmen. Denn
tatsächlich gehört Mut dazu, aus dem Gewebe, der Textur also, die aus diesen
Überkreuzungen entsteht, nicht einen einfachen Sinn herauszulesen und das
Heilige im Profanen und das Profane im Heiligen auflösen zu wollen, um sich
letztlich seine Blindheit nicht eingestehen zu müssen.
Der im
Eingeständnis der eigenen Blindheit gelesene Mythos, könnte man sagen, ist der
humanisierte Mythos im Gegensatz zu Rosenbergs Mythus, in dem dieser die
profane Abwehr des Fremden zur „Religion des Blutes“ macht und den „,Sinn der
Weltgeschichte‘ von Norden ausstrahlend“[lxxiv]
proklamiert.
Goethe, Johann
Wolfgang, Werke, Hamburger Ausgabe in
14 Bänden, Bd. I, textkritisch durchgesehen und kommentiert v. Erich Trunz,
München 1998.
Herder, Johann
Gottfried, Ideen zur Philosophie der
Geschichte der Menschheit, hrsg. v. Martin Bollacher, Frankfurt am Main
1989.
Mann, Thomas, „Die
vertauschten Köpfe“, in: Thomas Mann, Gesammelte
Werke in dreizehn Bänden, Band VIII, zweite durchgesehene Ausgabe,
Frankfurt am Main 1974. S. 712-807.
Mann, Thomas, „Die
Wiedergeburt der Anständigkeit“, in: Thomas Mann, Gesammelte Werke in dreizehn Bänden, Bd. XII, 2. durchgesehene
Aufl., Frankfurt am Main 1974.
Thomas Mann - Agnes
E. Meyer, Briefwechsel 1937-1955,
hrsg. v. Hans Rudolf Vaget. Frankfurt am Main 1992.
Mann, Thomas, Tagebücher 1937-1939, hrsg. v. Peter de
Mendelsohn, Frankfurt am Main 1980.
Rosenberg, Alfred, Der Mythus des 20. Jahrhunderts. Eine
Wertung der seelisch-geistigen Gestaltenkämpfe unserer Zeit, 44.-45. Auflage, München 1934.
Schlegel, Friedrich,
„Reise nach Frankreich“, in: Friedrich Schlegel, Studien zur Geschichte und Politik (= Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe Bd. 7), eingeleitet u. hrsg.
v. Ernst Behler, München - Paderborn - Wien 1966.
Schlegel, Friedrich,
„Über die Sprache und Weisheit der Indier“, in: Friedrich Schlegel, Studien zur Philosophie und Theologie (=
Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe Bd.
8), eingeleitet u. hrsg. v. Ernst Behler u. Ursula Struc-Oppenberg, München -
Paderborn - Wien 1975.
Baum, Georgina,
„Ironie und Thomas Manns Erzählung ‚Die vertauschten Köpfe‘“, in: Weimarer Beiträge 12 (1966), S. 446-459.
Behler, Ernst, „Das
Indienbild der deutschen Romantik“, in: GRM
XVIII, 1968, S. 21-37.
Carbe, Monika, Thomas Mann: „Die vertauschten Köpfe“. Eine
Interpretation, Diss. Marburg 1970.
Gagnebin, Murielle,
„La bissexualité psychique dans les têtes
interverties de Thomas Mann“, in: Revue
d’Esthétique 1980, S. 303-317.
Marquard, Odo, „Der
angeklagte und entlastete Mensch in der Philosophie des 18. Jahrhunderts“, in:
ders., Abschied vom Prinzipiellen,
Stuttgart 1981, S. 39-66.
Montrose, Louis,
„Die Renaissance behaupten. Poetik und Politik der Kultur“, in: Moritz Bassler
(Hrsg.), New Historicism.
Literatur-geschichte als Poetik der Kultur, Frankfurt am Main 1995, S.
60-93.
Murti, Kamakshi P.,
„Parodie und Trivialisierung als Schreibvarianten beim Leser-Autor. Versuch
eines paradigmatischen Modells für die Indienrezeption bei Thomas Mann und
Hermann Hesse“, in: Colloquia Germanica
1989, S. 222-43.
Poliakov, Léon, Der arische Mythos: Zu den Quellen von
Rassismus und Nationalismus, Hamburg 1993.
Renner, Rolf Günter,
„Thomas Mann als phantastischer Realist. Eine Überlegung anlässlich der
‚Vertauschten Köpfe‘“, in: Internationales
Thomas-Mann-Kollogium in Lübeck 1986 (= Thomas-Mann-Studien
VII), Bern 1987, S. 73-91.
Schulz, Siegfried
A., „‚Die vertauschten Köpfe‘. Thomas Manns indische Travestie“, in: Euphorion 57 (1963), S. 245-271.
Siegert, Hans, „Zur
Geschichte der Begriffe ‚Arier‘ und ‚arisch‘“, in: Wörter und Sachen, 1941-42, S. 73-99.
Vaget, Hans Rudolph,
„Thomas Mann, Die vertauschten Köpfe“, in: Helmut Koopmann (Hrsg.), Thomas-Mann-Handbuch, Stuttgart: Körner
1990, S. 601-05.
Zimmer, Heinrich,
„Maya. Der indische Mythos“, Stuttgart 1936.
---, „Die indische Weltmutter“, in: Eranos-Jahrbuch 6, 1938, S. 175-220.
[i] Thomas
Mann - Agnes E. Meyer, Briefwechsel 1937-1955, hrsg. v. Hans Rudolf Vaget.
Frankfurt am Main 1992, S. 194.
[ii] Thomas
Mann - Agnes E. Meyer, Briefwechsel, S. 218.
[iii] Thomas
Mann - Agnes E. Meyer, Briefwechsel, S. 238.
[iv] Thomas
Mann - Agnes E. Meyer, Briefwechsel, S. 276.
[v] Thomas
Mann - Agnes E. Meyer, Briefwechsel, S. 254.
[vi] Thomas
Mann, Die Wiedergeburt der Anständigkeit, in: Thomas Mann, Gesammelte Werke in
dreizehn Bänden, Bd. XII, 2. durchgesehene Aufl., Frankfurt am Main 1974, hier
S. 658.
[vii] Thomas
Mann, Die Wiedergeburt der Anständigkeit, S. 658.
[viii] Hans
Rudolph Vaget, Thomas Mann, Die vertauschten Köpfe, in: Helmut Koopmann
(Hrsg.), Thomas-Mann-Handbuch, Stuttgart: Körner 1990, S. 601-605, hier, S.
602.
[ix] Thomas
Mann, Die Wiedergeburt der Anständigkeit, S. 663.
[x] Léon
Poliakov, Der arische Mythos: Zu den Quellen von Rassismus und Nationalismus,
Hamburg 1993.
[xi] Vgl.
Georgina Baum, Ironie und Thomas Manns Erzählung „Die vertauschten Köpfe“, in:
Weimarer Beiträge 12, 1966, S. 446-459. - Monika Carbe, Thomas Mann: „Die
vertauschten Köpfe“. Eine Interpretation, Diss. Marburg 1970. - Murielle
Gagnebin, La bissexualité psychique dans les
têtes interverties de Thomas Man, in: Revue d’Esthétique 1980, S. 303-317.
- Rolf Günter Renner, Thomas Mann als phantastischer Realist. Eine Überlegung
anläßlich der „Vertauschten Köpfe“, in: Internationales Thomas-Mann-Kollogium
in Lübeck 1986 (= Thomas-Mann-Studien VII), Bern 1987, S. 73-91.
[xii] Vgl.
Georgina Baum, Monika Carbe, Anm. 12.
[xiii] Vgl.
Kamakshi P. Murti, Parodie und Trivialisierung als Schreibvarianten beim
Leser-Autor. Versuch eines paradigmatischen Modells für die Indienrezeption bei
Thomas Mann und Hermann Hesse, in: Colloquia Germanica 1989, S. 222-243.
[xiv] Vgl.
Siegfried A. Schulz, ‚Die vertauschten Köpfe‘. Thomas Manns indische Travestie,
in: Euphorion 57, 1963, S. 245-271.
[xv] Vgl.
Odo Marquard, Der angeklagte und entlastete Mensch in der Philosophie des 18.
Jahrhunderts, in: ders., Abschied vom Prinzipiellen, Stuttgart 1981, S. 39-66,
hier S. 40.
[xvi] Johann
Gottfried Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, hrsg. v.
Martin Bollacher, Frankfurt am Main 1989, S. 422 f.
[xvii] Johann
Gottfried Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, S. 449.
[xviii] Johann
Gottfried Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, S. 450.
[xix] Friedrich
Schlegel, Reise nach Frankreich, in: Friedrich Schlegel, Studien zur Geschichte
und Politik (= Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe Bd. 7), eingeleitet u.
hrsg. v. Ernst Behler, München - Paderborn - Wien 1966, S. 75.
[xx] Vgl.
aus dem ältesten Systemprogramm des deutschen Idealismus: „Monotheismus der
Vernunft und des Herzens, Polytheismus der Einbildungskraft und der Kunst, dies
ists, was wir bedürfen!“ (Friedrich Hölderlin: Sämtliche Werke. Kleine
Stuttgarter Ausgabe, Bd. 4, hrsg. von Friedrich Beissner, Stuttgart 1946-1962,
S. 310.)
[xxi] Ludwig
Tieck und die Brüder Schlegel. Briefe mit Einleitung und Anmerkungen, hrsg. v.
H. Lüdeke, Frankfurt 1930, S. 140; zit. n. Ernst Behler, Das Indienbild der
deutschen Romantik, in: GRM XVIII, 1968, S. 21-37, hier S. 33.
[xxii] Vgl.
Behler, Das Indienbild der deutschen Romantik, S. 26.
[xxiii] Friedrich
Schlegel, Reise nach Frankreich, S. 78.
[xxiv] Friedrich
Schlegel, Über die Sprache und Weisheit der Indier, in: Friedrich Schlegel,
Studien zur Philosophie und Theologie (= Krit. Friedrich-Schlegel-Ausgabe Bd.
8), eingeleitet u. hrsg. v. Ernst Behler u. Ursula Struc-Oppenberg, München -
Paderborn - Wien 1975, S. 311.
[xxv] Friedrich,
Schlegel, Über die Sprache und Weisheit der Indier, S. 273.
[xxvi] Vgl.
Léon Poliakov, Der arische Mythos, S. 220.
[xxvii] Vgl.
Léon Poliakov, Der arische Mythos, S. 217.
[xxviii] Vgl.
Hans Siegert, Zur Geschichte der Begriffe „Arier“ und „arisch“, in: Wörter und
Sachen, 1941-42, S. 73-99, hier S. 79.
[xxix] Vgl.
Léon Poliakov, Der arische Mythos, S. 16.
[xxx] Vgl.
Léon Poliakov, Der arische Mythos, S. 221.
[xxxi] Ueber
die Anfänge unserer Geschichte, in: Jahrbuch der Literatur VIII, Wien 1819, S.
413 ff. (= Sämmtl. Werke X, Wien 1825, S. 267 ff.); zit. nach Hans Siegert, Zur
Geschichte der Begriffe „Arier“ und „arisch“, S. 89.
[xxxii] Vgl.
Léon Poliakov, Der arische Mythos, S. 217.
[xxxiii] Vgl.
Léon Poliakov, Der arische Mythos, S. 221.
[xxxiv] Adolf
Hitler, Mein Kampf, München 1943, S. 317 f.; zit. n. Léon Poliakov, Der arische
Mythos, S. 16.
[xxxv] Léon
Poliakov, Der arische Mythos, S. 16.
[xxxvi] Vgl.
Hans Siegert, Zur Geschichte der Begriffe „Arier“ und „arisch“, S. 98.
[xxxvii] Alfred
Rosenberg, Der Mythus des 20. Jahrhunderts. Eine Wertung der seelisch-geistigen
Gestaltenkämpfe unserer Zeit, 44.-45. Auflage, München 1934, S. 23.
[xxxviii] Alfred
Rosenberg, Der Mythus des 20. Jahrhunderts, S. 28.
[xxxix] Alfred
Rosenberg, Der Mythus des 20. Jahrhunderts, S. 28 f.
[xl] Alfred
Rosenberg, Der Mythus des 20. Jahrhunderts, S. 30.
[xli] Alfred
Rosenberg, Der Mythus des 20. Jahrhunderts, S. 662.
[xlii] Alfred
Rosenberg, Der Mythus des 20. Jahrhunderts, S. 30.
[xliii] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, in: Thomas Mann, Gesammelte Werke in dreizehn
Bänden, Band VIII, zweite durchgesehene Ausgabe, Frankfurt am Main 1974. S.
712-807, hier S. 712.
[xliv] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 712.
[xlv] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 712.
[xlvi] Louis
Montrose, Die Renaissance behaupten. Poetik und Politik der Kultur, in: Moritz
Bassler (Hrsg.), New Historicism. Literaturgeschichte als Poetik der Kultur,
Frankfurt am Main 1995, S. 60-93, hier S. 67.
[xlvii] Dem
Tagebuch vom 12. November 1939 ist zu entnehmen: „Nachmittags gelesen in
Zimmers Büchlein über die indische Große Mutter. Auch sein Buch >Maya<
wieder vorgenommen. Gedanken an eine indische Novelle nach einem bei ihm schon
früher angemerkten Motiv.“ (Thomas Mann, Tagebücher 1937-1939, hrsg. v. Peter
de Mendelsohn, Frankfurt am Main 1980, S. 500).
[xlviii] Vgl.
Heinrich Zimmer, Die indische Weltmutter, in: Eranos-Jahrbuch 6, 1938, S. 175-220,
hier S. 177-179.
[xlix] Heinrich
Zimmer, Die indische Weltmutter, S. 179. Vgl. Thomas Mann, Die vertauschten
Köpfe, S. 207.
[l] Heinrich
Zimmer, Die indische Weltmutter, S. 179.
[li] Einen
werkübergreifenden Bezug stellt Thomas Mann selbst her. So schreibt er über den
Schluß der Vertauschten Köpfe: „Ja;
Tonio, Hans und Inge sind nun im Flammengrabe vereinigt. Friede ihrer Asche!“,
in: Briefwechsel Thomas Mann - Agnes E. Meyer, S. 290.
[lii] Johann
Wolfgang von Goethe, Werke, Hamburger Ausgabe in 14 Bänden, Bd. 1, S. 362.
[liii] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 714.
[liv] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 714.
[lv] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 721 f.
[lvi] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 715.
[lvii] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 713.
[lviii] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 713.
[lix] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 712.
[lx] Vgl.
oben, S. 13f.
[lxi] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 746.
[lxii] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 748.
[lxiii] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 807.
[lxiv] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 723-725.
[lxv] Vgl.
Heinrich Zimmer, Maya. Der indische Mythos, Stuttgart 1936, S. 345-351.
[lxvi] Heinrich
Zimmer, Maya, S. 350.
[lxvii] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 714.
[lxviii] Von
Krischna heißt es: „Sein Leib und seine Augen leuchteten dunkel wie Blätter
aufgeblühter Lotosblumen, und die Locke ‚Glückskalb‘ zeichnete seine Brust.“
Heinrich Zimmer, Maya, S. 361.
[lxix] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 713.
[lxx] Kamakshi
P. Murti, Parodie und Trivialisierung als Schreibvarianten beim Leser-Autor, S.
236.
[lxxi] Monika
Carbe, Thomas Mann: „Die vertauschten Köpfe“. Eine Interpretation, S. 118.
[lxxii] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 724.
[lxxiii] Thomas
Mann, Die vertauschten Köpfe, S. 712.
[lxxiv] Alfred
Rosenberg, Der Mythus des 20. Jahrhunderts, S. 28.